Samstag, 24. März 2012

misfortune

Es ist Nacht, die kühle Luft die aus meinem geöffneten Fenster in mein Zimmer strömt hinterlässt ein Brennen auf meiner, von unnatürlicher Heizungsluft, aufgeheizten Haut. Ich vergrabe mich in meinen Gedanken, wie ein Maulwurf in seiner Erde und bei jeder weiteren Minute, die ich so verbringe, wird es schwerer und schwerer, die penetranen Tränen zurückzuhalten, die sich langsam aber sicher wie ein Schleier auf meine Augen legen. Manche Erinnerungen haben sich wie ein Netz ausgebreitet, sodass ich immer wieder auf sie stoße und deren Ablauf schon mindestens 20 Mal vor meinem inneren Auge gesehen habe. Andere wiederrum, die verstecken sich in der hintersten Ecke meines Hirns, ich finde sie nicht mehr. Ich frage mich, ob es Schicksal ist, dass es so gekommen ist, wie ich vermutet habe. Ob es einen Sinn hat, von Gott gewollt ist, dass ich jetzt allein bin, ohne dich. Vielleicht ist es besser so, vielleicht nicht heute oder morgen, aber bald werde ich wissen, dass es besser so war, das alles zu beenden. Spätestens wenn ich weiß, warum ich mein Leben aufgegeben habe, wird mir bewusst werden, dass ich keinen Fehler gemacht, sondern einfach die richtige Entscheidung getroffen habe. Es wird das Richtige sein, ich muss heute noch nicht wissen warum oder was das für einen Sinn hat, es wird einfach so sein.

3 Kommentare:

  1. du wurdest von mir getaggt :)

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  2. Toller Blog :)
    Eigene Erfahrungen oder
    ausgedachte Kurzgeschichten?

    Lust auf gegenseitiges verfolgen?
    http://nataschaundso.blogspot.de/

    Liebe Grüße ♥

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  3. Verdammt schön geschrieben! :) Lg Viola

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